Kunst

Ausstellung bis zum 31. Januar

Apocalypse Now

AFFENFAUST GALERIE

„Die Welt brennt und wir feiern mit der letzten Ausstellung vor der Apokalypse auf den abfackelnden Trümmern das Leben.“ Mit diesem Statement liefert die Hamburger Affenfaust Galerie in der Gruppenausstellung »Apocalypse Now« eine Illustration der Gefühlslage 2020.

Während Museen und Ausstellungshäuser schließen müssen, bleiben Galerien im November 2020 geöffnet. Unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßnahmen bietet die Affenfaust Galerie eine wunderbare Möglichkeit für kulturellen Input – insbesondere für ein Publikum, dass sich für urbane, zeitgenössische Kunst begeistert.

Die Gruppenausstellung bietet künstlerische Perspektiven auf den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf unser Leben als Gesellschaft auf diesem Planeten. Ein bleibendes Thema, vor und nach Corona. Unter anderem werden die surrealen Werke des Digitalkünstlers Tony Futura präsentiert, welcher mit seinem Werk »Hot Globe« den Ton der Ausstellung angibt. Durch das Einbetten vertrauter Bilder in neue Kontexte regt Futura die Betrachtenden dazu an, die moderne Gesellschaft und den Materialismus zu hinterfragen. Auch die ausgestellten Werke des visuellen Künstlers Edel Rodriguez sprechen mit ihrer Kritik am politischen Weltgeschehen für sich. Die aussagekräftigen figurativen Werke sind mehr als sehenswert und wichtiger Bestandteil einer kritischen Ausstellung. 

Die Galeristen der Affenfaust Galerie Frederik Schäfer und Marcus Schild beweisen erneut ihre „konsequente Offenheit für neue Ausdrucksformen“ und bieten auch während Corona eine Plattform des Austausches. Die Ausstellung, die kurz vor dem zweiten Lockdown für die Öffentlichkeit eröffnet wurde, kann noch bis zum 31. Januar 2021 in der Galerie in der Paul-Roosen-Straße besichtigt werden.

Tony Futura: Plastic Bear, 2020.

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