Kunst

Noch bis zum 16. August im Kunstverein

Being laid up was no excuse for not making art

KUNSTVEREIN HAMBURG

Mit »Humor nach #MeToo« ist der erste Teil einer experimentellen Ausstellungsreihe betitelt, die im Kunstverein zu sehen ist

Der Kunstverein in Hamburg präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Kurzfilmfestival Arbeiten Hamburger Kunst- und Kulturschaffender und ihrer internationalen KollegInnen. Die Reihe »Being laid up was no excuse for not making art« ist in zwei Kapitel unterteilt und bezieht sich auf ein Zitat der Künstlerin Ashley Bickerton. In Gedenken an John Baldessari schrieb sie: »Meg told me that John felt that being laid up was no excuse for not making art.« Die Ausstellung stellt die Behauptung auf, dass es auch in den vergangen durch die Corona-Krise geprägten Monaten keine Entschuldigung gab, keine Kunst zu machen. Vielmehr kann der Einschnitt durch die Krise auch als Chance betrachtet werden, Arbeitsweisen zu überdenken, neue Präsentationsmöglichkeiten für Kunst zu entwickeln und spartenübergreifend zusammenzuarbeiten.

Das erste Kaptitel der Reihe wurde von Bettina Steinbrügge und Maike Miua Höhne kuratiert und widmet sich dem »Humor nach #MeToo«. Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Dokumentarfilm »Town Bloody Hall« aus dem Jahr 1979 von Chris Hegedus und D.A. Pennebaker, der eine Diskussionsrunde über die Ansprüche der Frauenbewegung Anfang der 1970er Jahre im New Yorker Performance Theater zeigt. Der US-amerikanische Schriftsteller, Journalist und Regisseur diskutiert in dieser Runde mit Feministinnen wir Germaine Greer und Susan Sontag.

Die Ausstellung fragt danach, was nach #MeToo noch lustig ist und diskutiert Gesellschaftsformen für die Zukunft. Zu sehen sind Installationen, Filmvorführungen und Performances, darüber hinaus wird Gesprächsrunden über die Notwendigkeit eines Kulturwandels debattiert.

Die teilnehmende KünstlerInnen der Ausstellungsreihe sind: Sarah Abu Abdallah, Pauline Curnier Jardin, Katrina Daschner, Nazli Dincel, Cordula Ditz, VALIE EXPORT, Chris Hegedus, Luise Helm, Fabian Hesse, Kerstin Honeit, Sarah Jacobson, RP Kahl, Matt Kazmann, Helene Kummer, Dörte F. Meyer, D.A. Pennebaker, Laure Prouvost, Jennifer Reeder, Kathrin Resetarits, Pipilotti Rist, Isabella Rossellini, Susanne Sachsse, Jessica Swale, Athina Rachel Tsangari, Tatjana Turanskyj, Saralisa Volm und Vanessa Stern.

Zeitgleich zu »Being laid up was no excuse for not making art« und »Humor nach #MeToo« werden die Ausstellungen »Rückblick Backstage« sowie »Topologie Zeitgenössischer Kunst« und »#Unfinished-Traces | Lerato Shadi und Batho Ba Me« eröffnet.

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