Film

Kinostart am 01. Dezember 2022

Call Jane

KORALLE KINO

Chicago im Jahre 1968, die Stadt und auch die ganze Nation stehen am Rande eines gewalttätigen politischen Umsturz. Doch Frauen haben noch ein viel größeres Problem: Abtreibung ist nicht möglich. Selbst wenn die Schwangerschaft zu einem lebensbedrohlichen Zustand führt.

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CALL JANE erzählt die Geschichte der Hausfrau Joy (Elizabeth Banks), welche mit Mann Will (Chris Messina) und Teenager-Tochter ein ganz gewöhnliches Leben in der Vorstadt führt. Doch dann wird sie schwanger und diese Schwangerschaft bedroht dann aber ihr eigenes Leben, da sie durch die Schwangerschaft eine Kadriomyopathie - eine Erkrankung des Herzens - entwickelt. Nun muss sie sich mit den Ärtzten und mit einem medizinischen System auseinandersetzen, dass ihr nicht helfen will, da legale Abtreibungen nicht möglich sind. Verzweifelt beginnt sie eine Suche nach einer Lösung für sich. Dabei stößt sie auf eine geheime Frauen-Organisation namens "Jane Collective" unter der Leitung von Virginia (Sigourney Weaver), die Frauen wie Joy eine sicherere Alternative bieten. Die aus dem Untergrund agierende humanitäre Frauen-Einrichtung hat den Slogan "Schwanger? Verunsichert? Ruf Jane an." Diese Hilfe rettet nicht nur Joys Leben, sondern ist auch der Beginn einer grundsätzlichen Veränderung. Joy schließt sich im Anschluss dann der Organisation an, um anderen Frauen zu unterstützen.

Der Film CALL JANE beruuht auf realen Geschichten, denn 1965 bekam die Studentin und Aktivistin Heather Booth einen Anruf von einer Bekannten mit der Bitte um Hilfe, da sie ungewollt schwanger wurde. Sie halft ihrer Bekannten und vermittelte an einen Arzt, der ihr bei einer sicheren Abtreibung half. Danach wandten sich immer mehr Frauen an Heather und sie gab sich selbst den Decknamen "Jane", um nicht aufzufallen, da Abtreibungen illegal waren. Heather bekam immer mehr Anrufe, da es sich immer weiter verbreitete, dass "Jane" helfen kann und sie bekam auch immer mehr Unterstützung anderer Frauen, sodass das "Jane Kollektiv" entstand. Das "Jane Kollektiv" lernte mit der Zeit sogar selbst Abtreibungen durchzuführen, was besonders ärmeren Frauen viel half. 1972 wurden einige dieser Frauen des Kollektivs verhaftet und sollten etwa zehn Jahre pro durchgeführter Abtreibung bekommen und somit die Höchststrafe von 110 Jahren. Daraus entwickelte sich zum Glück der Präzedenzfall "Roe vs. Wade" vor dem Obersten Gerichtshof, sodass 1973  Abtreibungen im ersten Trimester der Schwangerschaft legitimiert wurden. Die Anklage gegen die "Janes" wurde somit fallen gelassen und das Kollektiv konnte sich kurze Zeit später auflösen.

Das unter Regisseurin Phyllis Nagy entstandene Drama ist nach seiner Uraufführung im Januar 2022 leider noch viel aktuelle geworden als gedacht, da inzwischen in den USA der wegweisende Präzedenzfall "Roe vs. Wade" gekippt wurde vom mehrheitlich konservativ geprägten Obersten Gerichtshof. Durch dieses Urteil können nun die einzelnen Bundesstaaten der USA über ihre Abtreibungsgesetze selbst entscheiden und somit ist es in vielen Staaten der USA wieder illegal eine Abtreibung durchzuführen. Ein Rückschritt in die 60er Jahre.

DIese gesellschaftspolitisch relevante Geschichte ist ab dem 01. Dezember 2022 in den deutschen Kinos zu erleben.

CALL JANE | Trailer Deutsch | Ab 01.12. im Kino

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