Kunst

Eröffnung 06. Oktober, Ausstellung 07. Oktober bis 03. März 2024

Cindy Sherman. Anti-Fashion

SAMMLUNG FALCKENBERG

Die US-amerikanische Künstlerin Cindy Sherman ist seit dem Erfolg ihrer Werkreihe "Film Stills" in den 1970er Jahren eine etablierte Größe in der Fotokunst und Vorreiterin der feministischen Avantgarde. Anhand von inszenierten Selbstporträts untersucht sie Fragen zu Identität, Gesellschaft, Alter und Weiblichkeit. Die Ausstellung in der Sammlung Falckenberg beschäftigt sich nun mit der Rolle von Mode in ihrem fotografischen Werk.

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Geöffnet Samstags und Sonntags. Eintritt frei

Auf den Fotografien von Cindy Sherman ist die Künstlerin selbst zu sehen - In verschiedenen Kostümen und mit Masken, Perücken und Accessoires spielt sie Rollen für die Kamera. Die Szenerien wirken oft absurd, skurril, komisch und manchmal verstörend. Die von ihr dargestellten Figuren machen Aussagen zu Schönheitsidealen und gesellschaftlichen Normen und fungieren auf diese Weise als Kommentar zu den Ansprüchen unserer modernen Gesellschaft.

Die Ausstellung der Sammlung Falckenberg/Deichtorhallen Hamburg behandelt das ambivalente Verhältnis der Fotografin zur Modewelt. Seit Sherman als Fotokünstlerin zu Ruhm gefunden hat, setzt sie zahlreiche Aufträge für große Designer*innen und bekannte Modezeitschriften um. Trotzdem bleibt ihr Verhältnis zur schillernden Welt der Mode ambivalent - so zeigen es die hier ausgestellten Werke. Sie sind subtile Parodien der Modefotografie.

Cindy Sherman ist zu Recht einer der größten Namen der zeitgenössischen Fotokunst. Der Einfluss ihrer Arbeit auf die große Anzahl von aktuell arbeitenden Künstler*innen, die sich anhand von Methoden der Inszenierung dem Thema Identität widmen, ist nicht zu unterschätzen und wird nachhaltig sein.

CINDY SHERMAN. ANTI-FASHION ist zwischen dem 07. Oktober 2023 und dem 03. März 2024 in der Sammlung Falckenberg in Harburg zu sehen. Die Ausstellung wurde von der Staatsgalerie Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Studio der Künstlerin und der Galerie Hauser&Wirth realisiert. Kuratorin ist Dr. Alessandra Nappo.