Film

2. November 2020 Preview mit Gästen

Doch das Böse gibt es nicht

ABATON KINO

Der diesjährige Berlinale-Gewinner heißt »Doch das Böse gibt es nicht« - ein eindrucksvoller Film des iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof, der mit unterschiedliche Sichtweisen die Todesstrafe im Iran thematisiert.

»Doch das Böse gibt es nicht« erzählt vier unterschiedliche Geschichten über Menschen, die vor Situationen stehen, die einen substantiellen Wendepunkt im jeweiligen Leben bedeuten. Wie kann ein junger Mann einem Befehl zum Töten entgehen? Was passiert mit einer jungen Liebe, wenn der Boden unter den Füßen weggerissen wird? Was tut ein liebender Ehemann und Vater tagtäglich, wenn er frühmorgens das Zuhause verlässt? Welches Geheimnis hat der zurückgezogen lebende Onkel, den man seit Jahren nicht mehr gesehen hat? In allen Geschichten geht es um das Schicksal von Menschen, die in einem absoluten Regime leben, und die moralischen Konsequenzen, die diese Situation mit sich bringt.

Zwar gilt Regisseur Mohammad Rasoulof als einer der aktivsten und angesehensten Filmemacher im Iran, doch führte seine kritische Auseinandersetzung mit dem Regime dazu, dass er seit 2017 das Land nicht mehr verlassen darf und dass er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wurde. Das Filmdrama »Doch das Böse gibt es nicht« wurde folglich ohne Produktionsgenehmigung im iranischen Staat gedreht, da diese den Filmschaffenden nicht erteilt worden wäre. Unter großem Risiko entstand ein kraftvolles Filmdrama, das ab November in verschiedenen Hamburger Kinos gezeigt wird. Zum Preview am 2. November im Abaton werden die Co-Produzenten Farzad Pak und Mani Tilgner anwesend sein.

Doch das Böse gibt es nicht (offizieller deutscher Trailer)

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