Film

10. August 2021

Endlich Tacheles

ABATON KINO

Wie viele Generationen werden durch ein Trauma geprägt? Ist es in Ordnung, die Vergangenheit von sich zu schieben und sich nicht länger mit ihr beschäftigen zu wollen? Mit diesen Fragen und vielen weiteren setzt sich der Dokumentarfilm »Endlich Tacheles« aus dem Jahr 2020 auseinander.

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Dienstag, 10. Augist 2021, 20 Uhr

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Yaar ist in Jerusalem geboren, lebt in Berlin und hält sich für den unjüdischsten Juden der Welt. Er liebt Star Wars und Computerspiele und träumt davon, eines Tages Game-Designer zu werden. Mit dem Judentum verbindet ihn nichts und die Holocaustgeschichten seines Vaters kann er nicht mehr hören. Um sich von seinem Vater und dessen Geschichten abzugrenzen, entwickelt Yaar das Computerspiel „Shoa. Als Gott schlief.“ Darin können die Juden sich gegen die Nazis wehren und die Nazis menschlich handeln. Dieses Spiel soll ein Portrait seiner Großmutter Rina werden. Gemeinsam mit seinen Freunden Marcel und Sarah reist Yaar nach Krakau, Rinas Geburtsort. Hier wird aus Spiel ernst, als die drei Freunde beginnen müssen, sich mit der jeweils eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen.

»Endlich Tacheles« zeigt, wie das Trauma der Überlebenden auch in der dritten Generation noch belastet und stellt die hochaktuelle Frage aus der Sicht eines 21-Jährigen: Was hat der Holocaust heute noch mit mir zu tun?

Der Film wird im Rahmen der jüdischen Filmtage am 10. August im Abaton Kino gezeigt. Regisseurin Andrea Schramm und der Protagonist Ilei Zavadsky werden zu diesem Termin dabei sein.

Endlich Tacheles - Trailer

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