Kunst

22. bis 26. April 2026

European Media Art Festival

OSNABRÜCK

Plattform für zeitgenössische Medienkunst

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Das 39. European Media Art Festival verwandelt Osnabrück im Frühjahr 2026 erneut in einen Treffpunkt der internationalen Medienkunstszene. Vom 22. bis 26. April lädt die Veranstaltung zu Filmprogrammen, Performances, Talks und Workshops ein, die Ausstellung ist noch bis zum 25. Mai zu sehen.

Im Zentrum steht das Thema AN INCOMPLETE ASSEMBLY, der Institutionen als ordnende, zugleich veränderbare Gefüge hinterfragt. Es geht um die Frage, was Institutionen ermöglichen und was sie verhindern.

Die von Inga Seidler kuratierte Ausstellung begreift Institutionen als performative Ensembles aus Rollen, Rhythmen und stillen Übereinkünften. Künstlerische Arbeiten machen diese Strukturen körperlich erfahrbar und zeigen Momente, in denen Abläufe stocken und Codes verschoben werden.

Das Filmprogramm, kuratiert von Ana Vaz, versteht Film nicht nur als fertiges Werk, sondern als kollektiven Prozess. Es rückt Produktionsbedingungen, Autor*innenschaft und die Verbindungen zwischen On- und Offscreen in den Fokus.

Mit praxisnahen Talks und Workshops unter der Leitung von Franziska Pierwoss richtet sich das Programm an Kulturschaffende und Studierende gleichermaßen. Diskutiert werden konkrete Handlungsoptionen im Umgang mit Zensur, institutionellen Zwängen und kollektiver Erschöpfung. 

Einen historischen und politischen Akzent setzt die Reihe What Is Needed von Raquel Schefer und Philip Widmann. Ausgehend von der Mostra Internacional de Cinema de Intervenção von 1976 beleuchtet sie das emanzipatorische Potenzial des Kinos und dessen spannungsreiche Beziehung zu Institutionen.

Einen besonderen Akzent setzt der Artist in Focus mit der Künstlerin Marwa Arsanios. Im Zentrum steht ihre seit 2017 entstehende Filmserie Who Is Afraid of Ideology?, die feministische Kollektive begleitet, deren Kämpfe um Land, Selbstbestimmung und Gemeineigentum eng mit antikapitalistischen und antipatriarchalen Lebensformen verbunden sind. Der aktuelle fünfte Teil Right of Passage (2026) bewegt sich im Raum des Traums, in dem Grenzen von Eigentum, Territorium und Zeit durchlässig werden und neue Allianzen entstehen können. Ergänzt wird der Fokus durch Filme von Simone Bitton, Mohammad Malas und Reem Shilleh sowie Gespräche, Workshops und Lesungen mit Ali AlAdawy, Haytham el-Wardany und Stefanie Baumann.

Seit seinen Anfängen als Experimentalfilm-Workshop hat sich das EMAF zu einem der einflussreichsten Foren für Medienkunst entwickelt. Jährlich kommen rund 12.000 internationale Gäste zusammen, um aktuelle künstlerische Positionen zu entdecken und zu diskutieren. Seid zur Eröffnung am 22. April 2026 um 18 Uhr dabei!