Film

Filmstart am 5. August 2021

Fabian oder Der Gang vor die Hunde

ABATON KINO

Fabian heißt eigentlich Jakob. Jakob Fabian. Er ist desillusioniert, arbeitet in einer Werbefirma und würde viel lieber Romane schreiben. Er streift ziellos durch die letzten zehn Jahre der Weimarer Republik, auf der Suche Sinn in seinem Leben. Diesen scheint er zu finden, als er sich in Cornelia verliebt. Doch wie lange hält das vor?

1931 erschien Erich Kästners Roman »Fabian«. Jedoch nur gekürzt, denn viele Stellen waren seinem Verlag zu gewagt. Trotz dieser Kürzungen wurde der Roman nur wenig später vor Kästners Augen von den Nationalsozialisten verbrannt. Es sollte über 80 Jahre dauern, bis die ungekürzte Original-Fassung 2013 unter dem Titel »Der Gang vor die Hunde« im Atrium-Verlag erschien. Diese Fassung nahm Dominik Graf als Grundlage für seine Verfilmung »Fabian oder Der Gang vor die Hunde«.
Der dreistündige Film beginnt mit einer langen Kamerafahrt durch eine Berliner U-Bahn-Station, ehe wir Jakob Fabian (Tom Schilling) begegnen. Mit Sorge betrachtet er die zunehmende politische Verrohung, doch anstatt sich wie sein Freund Labude (Albrecht Schuch) zu organisieren, führt er mit diesem ein ausschweifendes Nachtleben. Dort begegnet er der selbstbewussten und von den Männern enttäuschten Cornelia (Saskia Rosendahl) und verliebt sich in sie.

Die fast 180 Minuten, die der Film dauert, geben den Figuren Zeit, sich zu entfalten und zu entwickeln, und den ZuschauerInnen die Möglichkeit, Parallelen zur heutigen Gesellschaft zu finden. Es ist nicht zu beweisen, aber trotzdem wahrscheinlich: Kästner hätte diese Verfilmung sicherlich gemocht!

»Fabian oder Der Gang vor die Hunde« ist ab dem 5. August im Abaton Kino zu sehen.

Fabian oder Der Gang vor die Hunde - Trailer

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