
Theater
Weitere Vorführungen ab dem 5. März 2026
Fast Forward
HAMBURGISCHE STAATSOPER
Ein Ballettabend im Zeitraffer der Tanzgeschichte
Der Ballettabend FAST FORWARD entfaltet eine choreografische Zeitreise durch neun Jahrzehnte und zeigt, wie radikal sich Bewegung, Klang und Haltung verändern können. Vier Handschriften, vier ästhetische Welten, ein Abend von großer Spannweite.
Den Auftakt bildet Serenade von George Balanchine, ein Meilenstein des 20. Jahrhunderts, der klassische Form und emotionale Offenheit neu verband. Die klare Linienführung trifft auf Tschaikowskys schwebende Musik und öffnet den Raum für das moderne Ballett.
Mit Totentanz setzt Marcos Morau einen düsteren, hochaktuellen Kontrapunkt, der Körper, Stimme und Bild zu einer beklemmenden Vision verdichtet. Zeitgenössischer Tanz wird hier zur existenziellen Befragung.
Annonciation von Angelin Preljocaj verhandelt Nähe und Distanz als Spannungsfeld zwischen Spiritualität und Körperlichkeit und gehört zu den prägenden Werken der 1990er-Jahre.
Den Schlusspunkt bildet The Moon in the Ocean, eine Uraufführung der chinesischen Choreografin Xie Xin, die mit poetischer Präzision und feiner Musikalität eine zeitgenössische Handschrift formuliert.
Das Hamburg Ballett interpretiert die Stücke mit beeindruckender Präzision und Ausdruckskraft, begleitet vom Philharmonisches Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Katharina Müllner.
FAST FORWARD zeigt nicht nur Geschichte, sondern macht den Wandel des Tanzes körperlich erfahrbar. Die Premiere fand bereits im Februar statt, doch im März und in den darauffolgenden Wochen bietet sich erneut die Gelegenheit, diesen vielschichtigen Ballettabend live zu erleben.
