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Bis 31. Januar

Januar-Highlights im Metropolis Kino

METROPOLIS KINO

Dunkle Märchen, furiose Historienfilme, bizarre Genreperlen – das und vieles mehr gibt es im Januar im Metropolis Kino zu sehen.

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Das vollständige Programm und Tickets gibt es auf der Website des Kommunalen Kinos Metropolis. Alle Vorstellungen finden unter 2G-Plus-Bedingungen statt.

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Der Monat hat bereits begonnen, doch immer noch warten im Programm des kommunalen Kinos zahlreiche Filmhighlights in verschiedenen Reihen. Wie auch im Vormonat liegt dabei ein Schwerpunkt auf dem britischen Regisseur Basil Dearden, dessen Werke in einer umfangreichen Retrospektive gezeigt werden – im Januar gibt es unter anderem noch die seltene Gelegenheit, das Polizeidrama I Believe in You (1952) zu sehen, das lediglich in analoger Form erhalten ist, darüber hinaus zeigt das Metropolis unter anderem den Technicolor-Historienfilm Saraband for Dead Lovers (1948) und den Politthriller The Gentle Gunman (1952) mit Dirk Bogarde.

Im Rahmen der „Kinohighlights 2021“ gibt es noch zweimal – am 11. und 13. Januar – Dominik Grafs meisterliche Erich-Kästner-Adaption Fabian oder Der Gang vor die Hunde zu sehen. Der Film könnte kaum weiter entfernt sein von der Betulichkeit des deutschen Historien- und Literatur-Kinos, stattdessen wagt er einen furiosen Kopfsprung in die Umbruchszeit Anfang der 1930-Jahre.

Apropos meisterlich: Die Nacht des Jägers (1955) – die einzige Regiearbeit des Schauspielers Charles Laughton („Zeugin der Anklage“) – wurde vom renommierten Cahiers du Cinéma zum zweitbesten Film aller Zeiten gewählt, nicht zu Unrecht. Ein Psychothriller, erzählt als expressionistisches Märchen – es gibt keinen vergleichbaren Film. Am 26. und 29. Januar läuft er im Rahmen der Kriminologischen Filmreihe.

Die Reihe „Queer in the Eighties“ zeigt, wie der Titel bereits andeutet, mehrere Vertreter des queeren Kinos der 1980er-Jahre. Neben den Filmen Westler und Buddies ist am 17. Januar Monika Treuts bizarrer, in Hamburg gedrehter Verführung: Die grausame Frau mit Udo Kier zu sehen, der sich nah an der Schnittstelle zum Performativen bewegt. Die Regisseurin, die zuletzt den Dokumentarfilm „Genderation“ ins Kino brachte, ist selbst zu Gast.

Neben Basil Dearden widmet das Metropolis Kino auch dem Schauspieler Peter Van Eyck eine Retrospektive. Das Highlight dürfte Henri-Georges Clouzots Lohn der Angst (1953) sein, der bis heute als Blaupause für den modernen Actionfilm gilt. Die Prämisse ist so simpel wie effektiv: Zwei mit Nitroglyzerin beladene Lastwagen müssen durch den südamerikanischen Urwald manövriert werden – jede Erschütterung kann dabei tödlich sein.

Schließlich wagt das Metropolis wie jeden Monat einen „Blick ins Archiv“ – genauer gesagt sogar mehrere. In dieser Reihe werden 16- bzw. 35mm-Kopien aus dem Bestand der Kinemathek Hamburg gezeigt, diesmal Frau ohne Gewissen (1944), der Film-Noir-Klassiker von Komödien-Meister Billy Wilder, sowie Bill Forsyths schwer kategorisierbares, lyrisches Außenseiterdrama Housekeeping – Das Auge des Sees (1987).

Zu guter Letzt sei auf die Reihe „Bizarre Cinema“ verwiesen: In den Herbst- und Wintermonaten läuft jeden Sonntag um 14.30 Uhr die analoge Kopie eines mal mehr, mal weniger obskuren Genrefilms. Die nächsten drei Vorstellungen gehören Gerd Oswalds Simmel-Adaption Bis zur bitteren Neige (1975), dem selten gezeigten Exploitation-Film Mad End (1985) mit „Dallas“-Star Deborah Tranelli sowie Gappa – Frankensteins fliegende Monster (1967), ein so merkwürdiges wie charmantes Monster-Abenteuer im Fahrwasser der „Godzilla“-Filme. Die Einführung hält Horror-Regisseur Jörg Buttgereit („Nekromantik“).

The Night of the Hunter | Trailer

Gappa | International Trailer

Fabian oder Der Gang vor die Hunde | Trailer

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