Stadtkultur

Der Ausstellungsraum ist noch bis zum 27. Juni 2021 geöffnet

Kein Einzelfall – Rechtsradikale Realitäten in Deutschland

KAMPNAGEL

Kampnagel bietet noch bis zum 27. Juni einen Diskussions- und Ausstellungsraum in seinem Foyer, in dem die Themen des Antifaschismus sowie der rechtsradikalen Realitäten in Hamburg besprochen werden. Zeitgenössischen Raum- und Videoinstallationen machen dort die erschreckende Kontinuität rechtsradikal begründeter Gewalt erfahrbar.

Tickets

Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos, es muss allerdings ein Zeitslot gebucht werden. Zeitslots an allen Tagen: 16:00 / 17:00 / 18:00 / 19:00 Uhr.

Zum Ticket

Es kann telefonisch unter +49 40 270 949-49 sowie per Mail an tickets(at)kampnagel.de ein Zeitslot gebucht werden

Im April war Kampnagel der Ausführungsort eines digitalen Kongresses mit dem Thema »Antifaschismus 2021: Komplexe Erinnerung – Komplexe Strategien«. Über zwei Tage hinweg wurden unterschiedliche thematische Blöcke behandelt, die GasthörerInnen zum Zuhören, zum Nachdenken und vor allem auch zum Austausch einluden. Aus verschiedenen Perspektiven wurde über die Problematik von Rassismus gesprochen: Im Zentrum standen vor allem aktivistische, wissenschaftliche und künstlerische Expertisen sowie Erfahrungen von Betroffenen rechter Gewalt.

Aufgrund des Lockdowns war die zum Kongress gehörige Ausstellung mit dem Titel »Kein Einzelfall – Rechtsradikale Realitäten in Deutschland« für eine lange Zeit dem Publikum nicht zugänglich. Aufgrund der Notwendigkeit des Themas wurde jedoch die Ausstellung verlängert und ist nun noch bis zum 27. Juni geöffnet. Die Notwendigkeit ist alamierend: Man denke an Hanau, Halle und Kassel, an den NSU und rassistische Montagsdemonstration, an die unzähligen rechten Chatgruppen und Vereinigungen bei der Bundeswehr und der Polizei. Klar wird, dass die leider noch häufig genutzte Bezeichung "Einzelfall" diesen Missständen absolut nicht gerecht wird und das tiefsitzende Problem rechter Strukturen in der deutschen Gesellschaft nicht begreift.

Die Ausstellung »Kein Einzelfall – Rechtsradikale Realitäten in Deutschland« nähert sich nun dem Thema rechtsradikal begründeter Gewalt mithilfe von zeitgenössischen Raum- und Videoinstallationen. Die Werke sind bewusst keine abstrakten Annäherungen, sondern klare Konfrontationen mit Rassismuserfahrungen und rechtem Terror. Es werden Leerstellen der juristischen, staatlichen und erinnerungskulturellen Auseinandersetzung, ebenso wie der aktivistische Widerstand gegen Rechtsradikalität thematisiert.

Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos, es muss allerdings über den Ticket-Button ein Zeitslot gebucht werden. Alternativ kann auch telefonisch unter +49 40 270 949-49 sowie per Mail an tickets@kampnagel.de ein Zeitfenster verbindlich gebucht werden. Die Ausstellung »Kein Einzelfall – Rechtsradikale Realitäten in Deutschland« ist noch bis zum 27. Juni im Kampnagel Foyer zu sehen.

Diese Karte zeigt 131 Manifestationen des #deutschlandproblems. Sie verzeichnet Orte in der Bundesrepublik, an denen 131 Menschen aus rassistischen Gründen oder anderen rechten Motiven getötet wurden. Auf www.deutschlandproblem.de einzusehen.

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