Theater

Vorstellungen am 7. und 9. Oktober

Kindeswohl

DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS

Entscheidungen über Leben und Tod – wer darf sie treffen und was, wenn sie einem abgenommen wird? So geht es dem minderjährigen Adam, ihm wird die Entscheidung über sein Leben durch die Grundsätze seiner Religion und den Rechtschutz abgenommen.

Fiona Maye ist eine erfolgreiche Familienrichterin am Londoner High Court und entscheidet regelmäßig im Schutzauftrag des Rechts über das Wohl von Kindern, deren Interessen im Konflikt zu denen ihrer Eltern stehen.
Als die Ehe mit ihrem Mann an einem Tiefpunkt angelangt, erreicht Fiona ein richterlicher Eilantrag – es geht um Leben oder den Tod für den siebzehnjährigen Adam Henry. Dieser ist an Leukämie erkrankt und benötigt dringend eine Bluttransfusion, ohne die ihm nur noch wenige Tage zu leben bleiben. Doch als strenggläubige Zeugen Jehovas lehnen Adam und seine Eltern die Transfusion grundsätzlich ab. Fiona beschließt kurzerhand, Adam selbst im Krankenhaus aufzusuchen, aber ihr Besuch und das Aufgeben ihrer sonstigen Professionalität scheint unergibig, da Adams Religion ihm verbietet das eigene Leben über die Gebote seines Glaubens zu stellen. Fionas Entscheidung soll jedoch im Verlauf der Geschichte fatale Folgen nach sich ziehen.

Die Bühnenadaption von Ian McEwans Roman »Kindeswohl« ist seit dem 18. September Teil des Programms im Schauspielhaus, die Regie führen Karin Beier und Sybille Meier.
Das Stück behandelt den Konflikt zwischen der Selbstbestimmung Minderjähriger über ihr eigenes Leben und dem Schutz eben jenes, sowie die Gegenüberstellung moralischer und juristischer Argumente.

Noch bis zum 5. November gibt es die Möglichkeit eine Vorstellung von »Kindeswohl« im Schauspielhaus zu besuchen.

Pressestimmen von der Internetseite des Schauspielhauses

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