
Musik
Ab dem 7. Januar 2026
La Traviata
HAMBURGISCHE STAATSOPER
Eine Rückkehr der zeitlosen Tragödie
Ab dem 7. Januar 2026 kehrt Giuseppe Verdis La Traviata in der gefeierten Inszenierung von 2013 zurück auf die Bühne der Hamburgischen Staatsoper.
Im Mittelpunkt steht Violetta Valéry, deren Leben als Kurtisane im Moment ihres körperlichen Verfalls eine unerwartete Wendung nimmt: In Alfredo findet sie erstmals echte Zuneigung und den Mut, sich selbst neu zu definieren.
Die Inszenierung von Johannes Erath übersetzt dieses Ringen um Liebe und Selbstbestimmung in traumverloren surreale Bilder, die den inneren Kampf der Figuren sichtbar machen. Seine szenische Lesart nähert sich sensibel den Bruchstellen einer Frau, die länger als andere um ihr Recht auf ein eigenes Leben kämpfen muss.
Verdis Melodramma in drei Akten, 1853 in Venedig uraufgeführt, entfaltet hier eine berührende Modernität, die das Publikum auch mehr als ein Jahrzehnt nach der Hamburger Premiere nicht loslässt.
Begleitet wird die letzte Vorstellung 2026 von einem besonderen Rahmenprogramm: Dr. Ulrike Hartung spricht im Vortrag Tatort Oper: Todesursache Frausein über strukturelle Muster weiblicher Opferrollen in der Operngeschichte. Der Termin findet am 21. Februar um 18:45 im Foyer des 2. Rangs statt und bietet einen pointierten Zugriff auf ein Thema, das weit über die Opernbühne hinausweist.
So wird der Abend zu mehr als einer Wiederbegegnung mit einem Klassiker; er öffnet den Raum für Fragen, die bis heute brennen.





