Kunst

12. Februar bis 24. April

Minimal Art

BUCERIUS KUNST FORUM

Minimalismus haftet der Ruf an, kühl und abweisend zu sein. Die Ausstellung "Minimal Art" im Bucerius Kunst Forum hingegen beleuchtet erstmals die sinnliche Seite dieser Kunstform. Sie zeigt die veränderte Wahrnehmung von Minimal-Art-Kunstwerken auf, die durch die Bewegung der Betrachter*innen im Raum erfolgt, und präsentiert mithilfe unterschiedlicher Lichtstimmungen sowie raumgreifender Objekte Minimal Art als eine Kunst, die sowohl fühl- als auch erfahrbar ist.

Tickets

Tickets gibt es vor Ort oder auf der Website des Bucerius Kunst Forums. Der Einlass erfolgt nach den 2G-Plus-Regeln.

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Minimal Art ist eine US-amerikanische Kunstform, die in den 1960er-Jahren als Gegenbewegung zum abstrakten Expressionismus und der Pop Art entstand. Das Kunstgenre ist ausschließlich beschränkt auf Skulpturen, welche sich vor allem durch eine reduzierte Formsprache sowie die Verwendung industriell gefertigter Materialien und ein hohes Maß an Oberflächenästhetik auszeichnen. Die Begrifflichkeiten Minimalismus oder Minimal Art wurde von der Reduktionstendenz dieser modernen Kunst abgeleitet. Da der Fokus auf den primären Strukturen liegt, wird so gut wie keine subjektive Handschrift der Künstler*innen erkennbar, und auch Interpretationen von symbolischen Lesarten verweigern Werke der Minimal Art nahezu vollständig. Trotzdem werden die Skulpturen nicht als in sich abgeschlossene Werke aufgefasst, ihre Untersuchung konzentriert sich stattdessen auf die wahrnehmungstheoretischen Bedingungen. So werden in der Ausstellung etwa die Wechselbezüge der einzelnen Elemente untereinander sowie die Verhältnisse von Licht und Raum im Bezug auf die minimalistischen Strukturen analysiert. Das zentrale Anliegen der Minimal Art lässt sich also als unmittelbare Wahrnehmung von Material und Raum in einem neu geschaffenen Verhältnis von Kunstwerk, Ort und Betrachter*innen beschreiben. Die minimale Formsprache der Skulpturen ließ viele Kunstkritiker*innen ratlos mit der Frage zurück: „Ist das noch Kunst?“, wodurch sich der Begriff des Kunstwerkes schließlich nachhaltig und radikal veränderte.

Gezeigt werden in der Ausstellung des Bucerius Kunst Forum unter anderem Werke von Dan Flavin, Donald Judd, Sol LeWitt, Walter De Maria, Imi Knoebel, Charlotte Posenenske, Gerold Miller, Frank Gerritz, Jeppe Hein sowie weiteren Künstler*innen aus bedeutenden deutschen Museen und Privatsammlungen.

Die Ausstellung wird vom 1. Februar 2022 bis zum 24. April 2022 im Bucerius Kunst Forum zu sehen sein.

The Case for Minimalism | The Art Assignment | PBS Digital Studios

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