Film

HH-Premiere am 22. September 2022; Kinostart am 29. September 2022

Mutter

ZEISE KINO

MUTTER ist eine Dokumentation, in der sich Anke Engelke in Form einer fiktiven Figur dem Thema Mutterschaft nähert, die auf Grundlage der Erzählungen von acht Frauen im Alter von 30-75 Jahren geschaffen wurde.

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Das komplexe Thema Mutterschaft beeinhaltet eine große Bandbreite an Gefühlen. Da gibt es Freude, aber auch Zweifel, eine gewisse Macht, aber auch Ohnmacht, es gibt Wut, aber auch ganz viel Liebe. Die Erzählungen der acht Frauen, die von ihrem Leben und dem Muttersein erzählen, zeigen, dass das Thema eine höchst ambivalente Erfahrung ist. Die Erfahrungen und Erzählungen der Frauen werden von Anke Engeke in ihrer Filmfigur zusammengeführt und es wird somit über das alltägliche Leben einer Frau und Mutter erzählt. Zu hören sind die original Stimmen der acht Frauen, zu Sehen ist das Spiel dazu von Anke Engelke, die zu den Stimmen agiert und reagiert.

Da gibt es nicht nur das Mutterglück, sondern auch das Tabu-Thema der Zweifel ob ein Kind die richtige Entscheidung gewesen ist. Eingeständnisse, die schwer sind und mit einem unausgesprochenen Verbot brechen. Die acht Frauen bleiben dabei anonym und verschwinden hinter dem fiktiven Charakter verkörpert von Anke Engelke. Eine Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm über die Lebensweisen verschiedener Mütter, dargestellt in der fiktiven Projektionsfigur mit dem Playback der Stimmen der acht Frauen. Durch die Anonymität der acht Frauen gelingt Regisseurin Carolin Schmitz eine sehr tiefe und ehrliche Behandlung des Themas, wie auch schon 2010 in ihrem Film Alkoholiker. Die originalen Stimmen der Frauen sind an vielen Stellen im Film gut auseinander zu halten, in manchen Momenten sind sie aber so verschachtelt, dass dies aber nicht mehr möglich ist. Das ist gewollt und trägt dazu bei, Zuschauer*innen dazu zu bringen sich ihr eigenes Bild der Mutterschaft zusammen zu puzzeln, über Tabus der Gesellschaft hinweg.

Als reiner Dokumentarfilm wäre dieser Film wahrscheinlich eher langweilig, da viel zu unspektakulär, doch durch die Kontraste der vierschiedenen Mütter, die aber von einer Schauspielerin verkörpert und so miteinander verknüpft werden, bildet sich eine spannende und kontrastreiche Erzählung. Achtmal eine ganz normale Mutter und doch ganz unterschiedlich. Und doch wieder gleich, nicht zuletzt durch die eine Darstellerin, die als künstlich konzepierte Figur, als eine einzelne Frau, die anderen acht verkörpert. Anke Engelke ist dabei alles zugeleich: eine universelle Mutter, jede der einzelnen acht Mütter, aber auch sie selbst, eine dreifache Mutter, die am Theater arbeitet.

Ein eigenwilliger Blick auf das Muttersein und ein Porträt unseres Mutterbilds. Die Wünsche und Träume kommen genauso zur Sprache, wie die Zweifel. Am Donnerstag den 22. September 2022 findet um 20 Uhr die Hamburg-Premiere von MUTTER im Zeise Kino in Anwesenheit von Anke Engelke und Regisseurin Carolin Schmitz statt. Regulär startet der Film dann am 29. September 2022 in den deutschen Kinos.

MUTTER von Carolin Schmitz mit Anke Engelke // Trailer

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