Kunst
31. Oktober bis zum 17. Mai 2025
Sara Sallam
MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE
Sara Sallam im MKG Hamburg
Was hätte Tutanchamun selbst gesagt, als Archäologe Howard Carter 1922 sein Grab öffnete? Die ägyptische Künstlerin Sara Sallam widmet sich dieser Frage und macht in ihrer Arbeit das koloniale Erbe der Archäologie sichtbar. Eingeladen im Rahmen der Reihe Fotografie neu ordnen, verbindet sie am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg die Sammlungsbereiche Fotografie und Antike mit neuen künstlerischen Ansätzen.
Sallams forschungsbasierte Praxis umfasst Fotografie, Video, Text und Archivinterventionen. Immer wieder entwickelt sie Gegen-Narrative zu etablierten Geschichtsschreibungen und rückt dabei die Stimmen der Vergangenheit in ein neues Licht. In ihrer Arbeit I PRAYED FOR THE RESIN NOT TO MELT etwa erzählt sie die Graböffnung aus Sicht des Pharaos, der die Gewalt des wissenschaftlichen Eingriffs eindringlich beschreibt.
Die 1991 geborene Künstlerin wuchs in Ägypten auf und lebt heute in den Niederlanden. Ihre Arbeiten waren bereits international in Brüssel, New York, Turin und Sharjah zu sehen. Mit ihrer aktuellen Ausstellung im MK&G erweitert sie die Perspektiven der Sammlung Fotografie und macht die unsichtbaren Spuren kolonialer Machtstrukturen erfahrbar.
So eröffnet SARA SALLAM einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Wissenschaft und Kunst, Erinnerung und Erzählung.
