Stadtkultur

6. August 2021

Kübra Gümüşay: Sprache und Sein

ZEISE OPEN AIR

Sprache ist mächtig. Sie kann uns verbinden und sie kann uns trennen. Sie prägt unser Denken und bestimmt unsere Politik. Sprache ist ein Werkzeug, das uns neue Welten eröffnen oder sie vor uns verschließen kann. Diesen Gedanken geht die Hamburger Autorin, Journalistin und Aktivistin Kübra Gümüşay in ihrem Debüt »Sprache und Sein« nach, aus dem sie am 6. August im Zeise Open Air liest.

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„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt!“ Dieses Zitat von Ludwig Wittgenstein steht am Anfang von »Sprache und Sein«. Denn das ist es, worum es in diesem Buch geht: darum, wie unser täglicher Sprachgebrauch unsere eigene Wahrnehmung beschränkt und auf diese Weise gleich ganze Menschengruppen ausschließt. Unsere grammatischen Regeln und Normen wie das generische Maskulinum, so Gümüşay, spiegelten bestehende Machtverhältnisse wieder. Es sei unsere Aufgabe, Sprache zu hinterfragen, die Grenzen zu erkennen, die wir uns selbst setzen und die Wechselbeziehung zwischen Sprache und Diskriminierung zu durchschauen. Es ist eine Sehnsucht, die in diesem Buch greifbar wird. Eine Sehnsucht nach einer Sprache, die Menschen nicht klassifiziert, sondern sie in allen Facetten ihrer Individualität existieren lässt.

Kübra Gümüşay wurde 1988 in Hamburg geboren und ist heute nach ihrem Studium der Politikwissenschaften in Hamburg und London eine der einflussreichsten Journalistinnen unseres Landes. Sie schrieb unter anderem für die »tageszeitung« oder »Spiegel Online« und stand mehrfach auf der TEDx-Bühne.
Am 6. August liest sie im Rahmen des Hamburger Kultursommers um 18 Uhr im Zeise Open Air.

Kübra Gümüşay über »Sprache und Sein«

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