Theater

Premiere am 25. September 2021

Transit

THALIA IN DER GAUSSSTRASSE

Geflüchtet vor den Schrecken des Zweiten Weltkrieges harren tausende Menschen in Marseille aus. Sie warten auf ihre Papiere, die es ihnen ermöglichen würden, endlich auszureisen. Es ist ein Auf und Ab, ein endloses Warten zwischen Hoffnung, Angst und Langeweile. So beschreibt es Anna Seghers in ihrem 1947 erschienenen Roman »Transit«, dessen Theateradaption am 25. September seine Premiere am Thalia Theater in der Gaußstraße feiert.

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Samstag, 25. September, 20 Uhr

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Unter all den Menschen, die verzweifelt um Visa und Transits kämpfen und darauf hoffen, mit einer der wenigen Schiffspassagen dem Krieg zu entkommen, ist auch ein junger Deutscher. Er ist mit falschen Papieren aus einem Arbeitslager geflohen. Hier in Marseille trifft er Marie, die beim Einmarsch der Deutschen in Paris von ihrem Mann getrennt wurde. Doch nur mit ihm kann sie Marseille verlassen. Noch weiß sie nicht, dass ihr Mann bereits tot ist und ausgerechnet der Flüchtling, der sich in sie verliebt, seine Identität angenommen hat.

Anna Seghersʼ Roman »Transit« gehört zu den wichtigsten Werken der deutschen Exilliteratur. Seghers floh 1951 selbst über Marseille nach Mexiko und erzählt in ihrem Roman von eben jenem Transitzstand, der auch heute für Millionen von Menschen Lebensrealität ist.
Für das Thalia Theater adaptierte der iranische Regisseur und Drehbuchautor Amir Reza Koohestani »Transit« vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen. Bei ihm verlieren sich die in Not geratenen Liebenden in einem anonymen und kafkaesken System.

„Man spricht von tödlichen Wunden, von tödlicher Krankheit, man spricht auch von tödlicher Langeweile." (Anna Seghers, »Transit«) | © Krafft Angerer

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