Theater

22. Februar 2020

Das Schloss

DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS

»Das Schloss« – der unvollendete Roman Franz Kafkas wird am 22. Februar im Schauspielhaus Hamburg Premiere feiern. Das Stück schildert den vergeblichen Kampf des Landvermessers K., der sich in einem geheimnisvollen Schloss zu beweisen versucht.

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»Das Schloss«: Premiere am 22. Februar 2020

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Im Jahr 1922 hat Kafka das Romanfragment »Das Schloss« geschrieben, 1926 wurde die Geschichte von seinem Freund Max Brod postum veröffentlicht. Das Werk ist neben »Der Verschollene« und »Der Process« eines der drei unvollendeten Romane Kafkas.

In »Das Schloss« schildert Kafka eine trostlose und skurrile Welt, die der Protagonist K. zu verstehen versucht. Das Dorf, in dem das Stück spielt, wird von einer undurchschaubaren Macht – dem Schloss – gesteuert. Auf der Suche nach einer Herberge trifft die Hauptfigur K. eines Nachts im winterlichen Dorf ein. Er spricht mit verschiedensten Dorfbewohnern und darf schließlich als Schulddiener arbeiten, um sich in das Dorf zu integrieren. Das Schloss mit seiner undurchsichtigen Verwaltung erscheint dabei für K. wie ein gewaltiger Apparat, der unerreichbar ist und das ganze Dorf scheinbar kontrolliert. Während seines sechstägigen Aufenthaltes bleiben K. die Vorgänge, die sich zwischen dem Dorf und dem Schloss abspielen unverständlich. Anfangs noch voller Ehrgeiz und Zuversicht fühlt sich K. zunehmend ohnmächtig, denn alle Versuche mit der Schlossbehörde Kontakt aufzunehmen scheitern.

Der ungarische Regisseur Victor Bodo bringt nach dem Stück »Ich, das Ungeziefer« ein weiteres mal Kafka auf die Bühne des Schauspielhauses. Sybille Meier begleitet ihn dabei wieder als Dramaturgin. Sie haben sich den Roman als Basis genommen und die Themen herausgesucht, die gerade in unserer Gesellschaft relevant sind: Arbeitsmoral, Identität, Gesetze und alternative Fakten. Im Roman spielt das titelgebende Schloss eine zentrale Rolle: Es steht für die Sehnsucht nach dem Abwesenden. Nach der Premiere am 22. Februar sind noch sechs weitere Vorstellungen auf der Großen Bühne des Schauspielhauses angekündigt.

Der Blick vom zweiten Rang auf die Große Bühne des Schauspielhauses (© Kristijan Balun, 2015)

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