Stadtkultur

Ausstellung bis zum 19. Juli 2020

Das zweite Original. Fotografie neu ordnen: Reproduktionen

MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE

In Zeiten, in denen Museen ihre Sammlungen im großen Stil fotografisch festhalten und in Online-Sammlungen oder digitalen Bibliotheken zur Verfügung stellen, nimmt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) alte Reproduktionen von Kunstwerken unter die Lupe.

Im Zentrum der Ausstellung »Das zweite Original. Fotografie neu ordnen: Reproduktionen« stehen wiederentdeckte Glasnegative, des ersten Museumsmitarbeiters Wilhelm Weimars (1857-1917), der Reproduktionsfotografien von musealen Objekten anfertigte. Rund 1700 dieser 18 x 24 cm großen Glasnegative gibt es nun im MKG zu sehen, von denen einige in der Ausstellung dem tatsächlichen Original zum Vergleich gegenübergestellt werden. Die Ausstellung versucht, den Gebrauch und die Wahrnehmung von Reproduktionsfotografien von 1900 bis heute zu zeigen. Dabei ist auch der Übergang der Technik des Zeichnens hin zum Fotografieren von Werken ein Thema. Neben den Reproduktionen von Wilhelm Weimar werden auch Fotografien von verschiedenen anderen Personen gezeigt.

Das große Format, die besondere Haptik sowie das außergewöhnliche Detailreichtum führt heute zu einer kulturwissenschaftlichen Neubewertung der Glasnegative – aus funktionalem Anschauungsmaterial wird ein eigenständiges Foto-Objekt: Die Negative werden zu einem zweiten Original.

Ein interessantes Rahmenprogramm mit monatlichen Führungen begleitet die Ausstellung. Am 6. Dezember eröffnete  »Das zweite Original. Fotografie neu ordnen: Reproduktionen« im Museum für Kunst und Gewerbe - die Ausstellung wird bis zum 19. Juli 2020 geöffnet sein.

Wilhelm Weimar (1857-1917) Drei Blumenkörbe aus Japan, um 1901, auf Karton montierter Silbergelantineabzug, 23,6 x 32,0 cm

Unsere Empfehlung für Dich