Film

31. Juli 2020 um 17:45 Uhr

Für Sama

ALABAMA KINO

Mit »Für Sama« hat Waad al-Kateab mit Hilfe von Edward Watts die erschütternden Umstände des Lebens inmitten des syrischen Bürgerkrieges dokumentiert. Eine Hymne auf die mutigen Menschen von Aleppo und ein Liebesbrief an ihre Tochter - am 31. Juli um 17:45 Uhr erneut im Alabama Kino.

Waad al-Kateab ist Studentin an der Universität von Aleppo als 2012 der arabische Frühling zunächst in Form von friedlichen Demonstrationen gegen das Regime von Bashar El-Assad spürbar wird. Enthusiastisch beginnt sie, diese vermeintlich befreienden Ereignisse in ihrer Umgebung filmisch zu dokumentieren. Doch die Motivation und die Bilder verändern sich, als die Entwicklungen niedergeschlagen werden und ein schrecklicher Bürgerkrieg beginnt. Nun dokumentiert sie als Augenzeugin die Geschehnisse in ihrer Heimat als Kriegsland. Ein Leben, in dem der Kampf ums Überleben zum Alltag wird. Zwischen all dem Schmerz und Leid lernt sie ihren Ehemann Hamza kennen. Zusammen mit ein paar Kollegen versucht er, eines der letzten Krankenhäuser Aleppos aufrecht zu erhalten. Die beiden bekommen eine Tochter, welche nun inmitten von Bombenalarm und Ruinen aufwächst. Immer wieder wechseln sich Momente von Hoffnung und Lebensfreude mit denen voller Verzweiflung und Schmerz ab.

Als die junge Familie im Dezember 2016 schließlich nach London ins Exil flüchtet, beginnt Waad al-Kateab das stundenlange Material zu sichten. Über Channel 4, mit welchem sie schon zuvor zusammengearbeitet hat, lernt sie den Filmemacher Edward Watts kennen. Gemeinsam erschaffen sie diese Dokumentation, welche die junge Frau ihrer Tochter widmet. »Für Sama« ist ein zutiefst bewegender und teilweise schwer zu ertragender Film, doch genau das macht ihn zu einem so wichtigen filmischen Dokument. Er macht die Ereignisse, die einem aus der Ferne oft abstrakt erscheinen, in erschütternder Weise deutlich und fordert damit Solidarität, Toleranz und Menschlichkeit.

Trailer: Für Sama

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