Theater

23. Februar 2020

Ivanov

DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS

Anton Čechovs erstes Theaterstück »Ivanov« wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Moskau uraufgeführt und ist mittlerweile ein echter Klassiker. Das Stück feierte Ende Januar am Deutschen Schauspielhaus in der Fassung von Karin Beier und Rita Thiele seine Premiere.

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»Ivanov«: 06.02.2020, um 20 Uhr

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Es gibt noch Karten für die Vorstellung von »Ivanov« im Februar

Der Name Ivanov ist in Russland ein verbreiteter Familienname und heißt übersetzt „alle Welt“. In dem Theaterstück ist der angekündigte Allerweltsmann Ivanov ein verheirateter Gutsbesitzer, der vor fünf Jahren seine Frau Anna heiratete. Anna konvertierte aus Liebe zu ihm vom Judentum zum Christentum - und wurde dafür von ihrer Familie verstoßen. Auf einmal ist alles anders: Ivanov gesteht sich ein, Anna nicht mehr zu lieben – obwohl sie mittlerweile schwer erkrankt ist. Seine Liebe, sein vorher dagewesener Enthusiasmus für die guten Dinge in der Welt scheinen wie verflogen zu sein. Unschlüssig und unglücklich mit sich selbst versucht Ivanov, sich aus seiner Situation zu befreien, und besucht regelmäßig seine Nachbarn, die Lebedevs. Dort trifft er auf die Tochter des Gutsherren namens Saša, die ihn umschmeichelt. Doch auch wenn er mit Saša zusammen ist, fühlt Ivanov sich nicht vollkommen und wird immer wieder  von Hoffnungslosigkeit und Selbstzweifeln geplagt. Ivanov verliert zunehmend die Orientierung und ihn quälen seine Gedanken und die scheinbare Leere in seinem Leben. Er spiegelt eine Gesellschaft wider, die von Ängsten, Egoismus und Kälte geprägt ist und versucht dennoch sich aus dieser Spirale herauszukämpfen.

Das Stück »Ivanov« entstand im Jahr 1887 und wurde von Čechov ursprünglich als Komödie vorgestellt. Zwei Jahre später wurde es dann von dem Autor in einer überarbeiteten Fassung als Tragödie veröffentlicht – seit dem 18. Januar ist das Stück am Deutschen Schauspielhaus zu sehen. Die hervorragende Besetzung rund um Devid Striesow, Paulina Alpen, Lina Beckmann und Angelika Richter bringen diesen schweren Stoff mit überzeugender Spielfreude auf die Bühne.

Vlatko Kucan, Samuel Weiss, Lina Beckmann, Eva Maria Nikolaus, Bastian Reiber, Devid Striesow (© Arno Declair)

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