Theater

8. November 2020

Maß für Maß

THALIA THEATER

Endlich wieder ins Theater: Anfang Oktober feierte das Thalia Theater die Premiere von Shakespeares schwarzer Komödie »Maß für Maß« - ein vielseitiges Stück über Gerechtigkeit, dessen elisabethanischer Text ins 21. Jahrhundert übertragen wird.

Die Handlung spielt im Wien des 16. Jahrhunderts: Herzog Vincentio ist beschämt über den Sittenverfall in der Stadt unter seiner milden Regierung. Er täuscht eine Reise vor und setzt den fanatischen und gnadenlosen Angelo als Stellvertreter ein – dabei heckt er den heimlichen Plan aus, dass Angelo in seiner vermeintlichen Abwesenheit für Recht und Ordnung sorgt. Vincentio selbst verkleidet sich als Mönch und beobachtet die Amtsführung unerkannt: Wie erwartet geht Angelo in seiner neuen Rolle als Statthalter gnadenlos gegen Unzucht und unsittliche Lebensweisen vor. Doch die Ereignisse überschlagen sich und es folgen Todesurteile, erpresserische Machenschaften, Täuschungen – und sogar ein Happy End.

Regisseur Stefan Pucher stellt in seiner Inszenierung von Shakespeares Schwarzer Komödie komplexe Fragen nach Recht und (Selbst-)Gerechtigkeit in den Mittelpunkt und zeigt »Maß für Maß« nach einer freien Bearbeitung des Schriftstellers Thomas Melle. Seit Anfang Oktober dürfen die Zuschauer gespannt sein, wie es den beiden gelungen ist, Shakespeares Sprache und Handlung ins 21. Jahrhundert zu katapultieren.

Making Of »Maß für Maß« (Thalia Theater)

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