Kunst

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Mein hohles Herz singt Lieder der Versammlung

KULTUR AT HOME

Für den Deutschlandfunk Kultur wurde eine Hörspiel-Collage erschaffen, die sich mit der Kunst in Zeiten der Isolation auseinandersetzt. Unter dem Titel »Mein hohles Herz singt Lieder der Versammlung« diskutieren verschiedene Autoren und Autorinnen ihre ratlosen und ungewissen Postionen ohne dabei einander gegenüberzustehen.

Wie können wir uns jetzt versammeln, wenn wir uns nicht versammeln können? Das ist die große Frage, die am Anfang der virtuellen Diskussionsrunde steht. Das Hörspiel-Projekt »Mein hohles Herz singt Lieder der Versammlung« begann mit einer mit dem Handy aufgezeichneten Stimme, die danach fragte, wer noch da sei und wo sich die Leute nun befänden, wenn man sich nicht mehr treffen dürfe? Es folgten viele weitere Stimmen, die zusammen alleine sind, die gemeinsam miteinander sprechen und diskutieren, ohne sich gegenüber zu stehen. Das Ergebnis ist ein polyphones Hörspiel, das in einer Zeit des körperlichen Abstände entstanden ist, das aus Einsamkeit eine Gemeinschaft macht und zum zuhören einlädt!

Auszug aus dem Hörspiel:
„Wie es jetzt möglich ist, dass die Welt stillsteht, um Alte und Kranke zu schützen. Dass die Leute ihre Wochenend-Barcelona-Reisen und ihre Festivals opfern und keine Freunde mehr treffen und ihre Concept Stores und Kaffeeläden zumachen, um denen zu helfen, die schwächer sind. Und es scheint, als erröteten alle vor Scham, weil sie jetzt plötzlich sehen, was eigentlich möglich ist. Langsam und immer lauter: Ein vielstimmiges leises Knistern, das immer lauter wird.“

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