Film

10. Dezember 2019

Porträt einer jungen Frau in Flammen

MAGAZIN FILMKUNSTTHEATER

Letzte Chance: Wer das Kostümdrama Porträt einer jungen Frau in Flammen noch sehen möchte, hat im Magazin Kino noch einmal die Möglichkeit. In poetischen Bildern erzählt Regisseurin Céline Sciama in dem Film eine zarte Liebesgeschichte, die eine starke Aussage zur Rolle der bürgerlichen Frau im späten 18. Jahrhundert trifft.

Es ist das Jahr 1770. Auf einer abgelegenen Insel in der Bretagne möchte eine verwitwete italienische Gräfin ein Porträt ihrer Tochter anfertigen lassen, um einen standesgemäßen Ehemann für sie zu finden. Héloïse protestiert jedoch gegen die vorgesehene Hochzeit, indem sie ihr Gesicht vor dem Maler verbirgt. Um das Porträt ihrer Tochter zu bekommen, engagiert ihre Mutter Marianne, eine junge Pariser Malerin, die sie als Begleitung für gemeinsame Spaziergänge vorstellt. Sie soll Héloïse tagsüber beobachten, um sie abends aus ihrer Erinnerung zu malen. Bei unbeschwerten Spaziergängen und intensiven Blicken entwickeln sich zwischen den beiden jungen Frauen Gefühle füreinander – beiden ist jedoch bewusst, dass diese Verbindung gesellschaftlich unmöglich sein wird.

TRAILER: Porträt einer jungen Frau in Flammen

Porträt einer jungen Frau in Flammen thematisiert aktuelle feministische sowie auch kunsttheoretische Diskurse im Kontext der gesellschaftlichen Verhältnisse des 18. Jahrhunderts. Unterstrichen werden diese Überlegungen durch ein komplexes und vielschichtiges Drehbuch, welches in Cannes als bestes Drehbuch ausgezeichnet wurde. Die Liebesgeschichte um Héloïse und Marianne feierte Ende Oktober ihren Kinostart, am 10. Dezember gibt es im Magazin Kino die vorerst letzte Gelegenheit, das Drama auf der Leinwand zu sehen.

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