Event

9. Februar 2020

Sea-Eye – Ports de la solidarité

MUSEUMSHAFEN HARBURG

Am 9. Februar um 14 Uhr geht es auf die Sea-Eye, ein so genanntes Thinkboat, das im Harburger Binnenhafen liegt und über die Seenotrettung im Mittelmeer aufklärt. Der Gründer der gleichnamigen Hilfsorganisation gibt eine Führung und einen Vortrag, danach gibt es noch eine deutsch-französische Diskussion.

Das Schiff Sea-Eye ist ein ehemaliger Fischkutter, der im Jahr 2014 von Sea-Eye e.V. gekauft wurde, um Leben zu retten: Das Seenotrettungsschiff war drei Jahre im südlichen Mittelmeer im Einsatz, in erster Linie zwischen Malta und Libyen. Dank zahlreicher Rettungseinsätze haben etwa 12.000 Menschen dem alten Fischkutter ihr Leben zu verdanken – nun steht das 60 Jahre alte Schiff als Thinkboat im Museumshafen und erinnert an die Taten der Helfer. Aber die Sea-Eye gedenkt auch der vielen Menschenleben, die nicht gerettet werden konnten, und schafft somit ein Mahnmal und einen Erinnerungsort zugleich.

Auch das Deutsch-Französische Kulturfestival »arabesques« möchte einen Ort der Erinnerung schaffen und bietet im Rahmen seines Festivals vom 22. Januar – 27. Februar eine Veranstaltung auf der Sea-Eye an. Michael Buschheuer, der Gründer der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye e.V., führt über das Schiff und berichtet von seinen Erfahrungen in der Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Danach wird eine Diskussion angeboten, die von der deutsch-französischen Politikwissenschaftlerin Aline Watermann geleitet wird und in der über die europäische Migrationspolitik und humanitäre Katastrophen gesprochen wird. Sophia Willner, Projekt Assistentin von Space-Eye e.V., wird im Anschluss noch einen Ausblick auf das neue Projekt Space-Eye geben und über zukünftige Schritte informieren.

Heutzutage fährt die Alan Kurdi von der Sea-Eye e.V. durch das Mittelmeer, ein größeres Schiff, das schon über 14.800 Leben gerettet hat. Die Crew besteht aus über 1000 Mitgliedern, neue Mitglieder für den Verein werden aber weiterhin gesucht. Der Schiffsname Alan Kurdi ist einem syrischen Jungen gewidmet, der 2015 auf der Flucht im Mittelmeer ertrank.

Der Eintritt zu der Veranstaltung am 9. Februar ist frei, um Spenden für die Rettung von Menschen im Mittelmeer wird gebeten, und es können auch Schiffspatenschaften übernommen werden.

Die Sea-Eye liegt nun als Thinkboat im Museumshafen Harburg (©Lars Hansen)

Unsere Empfehlung für Dich