Kunst

Ausstellung bis zum 14. Juni 2020

Trauern – Von Verlust und Veränderung

HAMBURGER KUNSTHALLE

Verschiedene Formen der Trauer werden in einer groß angelegten Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle thematisiert. Die Ausstellung eröffnete am 6. Februar und ist noch bis zum 14. Juni zu sehen.

Verlust, Wandel und Trauer lassen sich bildlich nur schwer fassen. Sei es der Tod, die Trennung von einem geliebten Menschen, der Verlust von Heimat oder der Abschied von Idealen und Wünschen – Trauer und Enttäuschung haben verschiedene Gründe, mit denen wir alle unsere eigenen individuellen, schmerzlichen Erfahrungen machen. Unser kulturelles, politisches und gesellschaftliches Umfeld bestimmt dabei die Art und Weise wie wir mit Trauer umgehen und wie wir sie darstellen.

Die von Dr. Brigitte Kölle kuratierte Ausstellung versammelt Werke von rund 30 internationalen KünstlerInnen der Gegenwart, die sich mit Verlust und Trauer auseinandersetzen. Zu sehen sind Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videos sowie Dia- und Klanginstallationen. Um die Vielschichtigkeit des Themas zu reflektieren, ist die Schau in verschiedene Kapitel wie beispielsweise »Kollektive Trauer« und »Formen des Abschieds« unterteilt.

Präsentiert wird etwa eine eigens für die Ausstellung entstandene Klanginstallation der schottischen Künstlerin Susan Philipsz. Mit dem Tod ihrer Mutter setzt sich die österreichische Malerin Maria Lassnig auseinander, und der niederländische Video- und Konzeptkünstler Bas Jan Ader thematisiert in dem Film »I‘m too sad to tell you« die Grenzen von Sprache und Darstellbarkeit.

Weiterhin sind Arbeiten von Kudjoe Affutu, Khaled Barakeh, Christian Boltanski, Helen Cammock, Anne Collier, Johannes Esper, Sibylle Fendt, Seiichi Furuya, Paul Fusco, Felix Gonzalez-Torres, Aslan Ġoisum, Ragnar Kjartansson, Jennifer Loeber, Ataa Oko, Adrian Paci, Philippe Parreno, Greta Rauer, Willem de Rooij, Michael Sailstorfer, Thomas Schütte, Dread Scott, Rein Jelle Terpstra, Rosemarie Trockel, Tilman Walther und Andy Warhol zu sehen.

»Trauern« ist nach »Besser Scheitern« und »Warten« das dritte Thema einer Ausstellungsreihe der Hamburger Kunsthalle, die sich Tabu- und Grenzthemen widmet. Begleitend zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Lesungen, Gesprächen und Führungen.

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