Theater

12. Feburar 2020

Trutz

DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS

Ein Autor flieht mit seiner Familie vor den Nazis in die Sowjetunion und wird auch dort Opfer einer politischen Ideologie. Jahre später kehrt der Sohn des Opfers, Maykl Trutz, zurück in die DDR – auch dort verfolgt ihn die Erinnerung an das Geschehene.

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12. Februar 2020, 20 Uhr

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»Trutz« im Schauspielhaus - nach der Premiere Ende November gibt es wieder eine Vorstellung im Februar 2020

Maykl Trutz ist schon von klein auf in Mnemonik geschult, der Gedächtniskunst – er kann also nicht vergessen. So gerät er immer und immer wieder mit den Mächtigen in Konflikt, weil deren Machtanspruch allzu oft auf dem Vergessen und Verleugnen beruht. Schon sein Vater war den Nazis ein Dorn im Auge und floh voller Hoffnung in die Sowjetunion, wo er jedoch in einem Gulag erschlagen wurde. Um dem stalinistischen System zu entkommen, kehrt der mittlerweile 18-jähirge Maykl Trutz zurück nach Deutschland – doch auch hier vergisst er das Schicksal seiner Eltern nicht. So kommt es zum Konflikt mit einer weiteren politischen Ideologie, die in einem Gerichtsprozess gipfelt, der nicht gewonnen werden kann.

»Trutz« ist die Adaption des gleichnamigen Buches von Christoph Hein. Ein Buch voller Erinnerungen über die leidvollen Erfahrungen zweier Generationen in Deutschland und Russland bzw. der Sowjetunion im vergangenen Jahrhundert. Vergessen und Erinnern sind in »Trutz« beides die Themen, die die ideologischen Wirren des 20. Jahrhunderts offenbaren. Unter der Regie von Dušan David Pařízek feierte »Trutz« am 29. November im Schauspielhaus Premiere. Am 12. Februar gibt es wieder eine Vorstellung – ein gelungenes Stück, das lange nachklingen wird.

Trailer "Trutz"

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