Film

7. Okotber 2020

Über die Unendlichkeit

ABATON KINO

Der schwedische Regisseur Roy Andersson reflektiert auf der Leinwand unverwechselbar darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein. Mit »Über die Unendlichkeit« hat er einen weiteren Film geschaffen, der mit melancholisch-lakonischem Witz und anspielungsreich auf die menschliche Existenz blickt, auf das Scheitern und auf die kleinen Hoffnungen des Lebens.

Die minimalistischen Bildwelten, die Andersson aufspannt, sind in graue Farbtöne getaucht und strahlen trotzdem eine enorme Kraft aus. In einem episodenhaften Aufbau zeigt der Film unterschiedlichste Menschen in kleinen, meist völlig trivialen Momenten, die, wenn man sie allein betrachtet, mal lustig und mal traurig sind, sich aber nicht zusammenfügen lassen. Als Zuseherin oder Zuseher bringt Andersson den Zuschauer stets zum Lachen, obwohl man aufgrund von solch kleinen, frustrierenden Szenarien des Alltags eigentlich eher weinen und schreien will.

All jene Szenarios des Films werden durch eine weiche, warme Frauenstimme, die jede Episode auf dieselbe Art und Weise einführt, verbunden. Die stets perfekt inszenierten, immer extrem verlangsamt gespielten Szenen erweitern die emotionale Welt, die in »Über die Unendlichkeit« aber noch mehr zur Melancholie neigt als in seinen letzten Filmen. Nach Verlassen des Kinosaales wird man über den Film noch viel nachdenken, da er die Seele aufrüttelt und wichtige Fragen des Lebens anspricht. 

Der neueste Film »Über die Unendlichkeit« des Filmregisseurs Roy Andersson, der quasi als der gutherzige Philosoph des europäischen Kinos bezeichnet werden kann, feierte Mitte September seine Premiere  - am 7. Oktober ist der Film dann noch einmal im Abaton Kino zu sehen.

Trailer zu Über die Unendlichkeit

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