Theater

26. Januar 2020

Vögel

THALIA IN DER GAUSSSTRASSE

Zwei junge Menschen unterschiedlicher Herkunft verlieben sich in New York – was wie ein alltägliches Szenario klingt, wird zu einer Suche nach den eigenen Wurzeln, Identität und Zugehörigkeit. »Vögel« - am 26. Januar erneut im Thalia in der Gaußstraße.

Eitan ist ein deutscher Biogenetiker und Wahida eine amerikanische Arabistik-Studentin, beide verlieben sich in New York unsterblich ineinander. Als Eitans jüdische Familie aus Berlin die beiden besucht, kommt es zum Eklat: Eitans Eltern empfinden die Liebe ihres Sohnes zu einer Palästinenserin als Verrat an der eigenen Geschichte. Um die eigenen Wurzeln kennenzulernen, reisen Eitan und Wahida schließlich nach Israel. Dort geraten sie in ein Attentat, das ihnen die schonungslose Realität des israelisch-palästinensischen Konfliktes offenbart. Während Eitan verletzt im Krankenhaus liegt, setzt sich Wahdia mit ihrer eigenen Herkunft auseinander. Keiner kann sich länger der Wahrheit entziehen...

»Vögel« ist das neueste Stück des libanesisch-kanadischen Autor Wajdi Mouawad, das schon 2017 in Paris einen großen Erfolg gefeiert hat. Das Stück zeigt eine moderne Liebesgeschichte zwischen New York, Berlin und Israel, in der es um die Suche nach der eigenen Identität geht. Autor Mouawad sagt dazu selbst: „Nur wenn man sich seine Wurzeln bewusst macht, kann man sich frei entscheiden, wer man sein will.“ 

Am 7. Dezember feierte »Vögel« am Thalia in der Gaußstraße Premiere. Weitere Aufführungen folgten im Dezember - nun gibt es am 26. Januar 2020 noche eine Vorstellung. Für Regisseur Hakan Savaş Mican ist es das erste Stück am Thalia Theater, da er sonst Hausregisseur am Berliner Maxim Gorki Theater ist.

Neben dem großen Theaterhaus in der Innenstadt hat das Thalia Theater auch eine Dependance in der Gaußstraße in Ottensen (© Fabian Hammer)

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