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Stadtkultur

Ausstellung bis zum 18. Juli 2021

Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand

MUSEUM DER ARBEIT

Unter Corona-konformen Bedingungen ist das Museum der Arbeit wieder für den Publikumsbetrieb geöffnet: Noch bis zum 18. Juli kann dort die Sonderausstellung »Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand« besucht werden. Eine feste Terminreservierung online oder per Telefon ist dafür notwendig.

Hamburg wird oft als Kaufmannsstadt oder Tor zur Welt beschrieben. Doch wovon ist Hamburgs Wohlstand bis heute geprägt? Insbesondere im 19. Jahrhundert profitierte die industrielle Entwicklung vieler europäischer Länder von der Verarbeitung von Rohstoffen aus kolonisierten Gebieten. Durch den Hamburger Hafen konnten diese Rohstoffe leicht beschaffen werden und so wurde die Stadt zur kolonialen Wirtschaftsmetropole Deutschlands. Die Ausstellung »Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand« will die oftmals gewaltvolle Realität aufdecken, die hinter den verharmlosenden Umschreibungen Hamburgs stehen. Dabei wird vor allem die Perspektive derer eingenommen, deren Position bislang nicht ausreichend repräsentiert wurde: Menschen, die von den Gräueltaten der Kolonisierenden betroffen waren und die individuell oder kollektiv Widerstand leisteten.

Es fehlt an Wissen über diese Zeiten und verheerenden Zustände wie Versklavung, Gewalt, Zwangsarbeit, unmenschliche Arbeitsbedingungen und das damit einhergehende Leid. Eine angemessene Aufarbeitung und Erforschung der Vergangenheit kann es nur durch die Einbeziehung der Betroffenen geben - und das tut die Ausstellung im Museum der Arbeit erfolgreich. »Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand« kann noch bis zum 18. Juli 2021 besichtigt werden. Zudem gibt es ein digitales Rahmenprogramm aus Online-Workshops, Diskussionsrunden und Lesungen.

HIER GEHTS ZUR WEBSEITE DER AUSSTELLUNG

Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand. | Stimmen zur Ausstellung

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